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PROJEKTE
EUROPA
POSTSOZIALISMUSFORSCHUNG
(1)
Jelena Toic
| Global Rights and Local Contexts: Diskurse über Menschenrechte,
Demokratisierung und Globalisierung in der postsozialistischen
Transformation Serbien und Montenegros.
(2)
Andrea Strasser-Camagni
| Global Rights and Local Contexts: Menschenrechte von Frauen und ihre Transformationen im armenischen Alltag.
(3)
Johanna Riegler
| Transformation der Arbeit: Ein Ost-Westvergleich.
GLOBALISIERUNG, MIGRATION, NATIONALITÄTS-
UND IDENITÄTSFORSCHUNG IM EUROPÄISCHEN KONTEXT
(4)
Susanne
Binder | Interkulturelles Lernen aus der Sicht ethnologischer
Ethnizitäts- und Sozialisationsforschung.
WECHSELWIRKUNG TECHNOLOGIE-GESCHLECHT-GESELLSCHAFT
(5)
Eva-Maria
Knoll | Soziokulturelle Kontexte medizintechnologischer Entwicklungen.
METHODOLOGISCHER PERSPEKTIVENWECHSEL
(6)
Susanne
Binder und Gebhard Fartacek | Alpine Populärkultur im fremden
Blick: Der Musikanten-Stadl im Lichte der Wissenschaften.
ANDREA STRASSER-CAMAGNI | GLOBAL RIGHTS AND
LOCAL CONTEXTS
Menschenrechte von Frauen und ihre Transformationen im armenischen Alltag.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die postsozialistische Transformation haben die ideologische Landschaft für Frauen in Osteuropa verändert. In Armenien (wie auch in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR) kann eine zunehmende „Traditionalisierung“ von Geschlechterrollen beobachtet werden. Dieser Trend stützt sich argumentativ auf die Wichtigkeit der Familie für die Gesellschaft. Als ein Resultat wird die gesellschaftliche Rolle von Frauen überwiegend als Mutter und Ehefrau konzeptualisiert. Diesen Trend bestätigte eine Analyse der Transformationsprozesse geschlechtlicher Arbeitsteilung in der Marktwirtschaft. Frauen finden sich in den untersten Positionen wieder. Auch in der politischen Arena werden Geschlechterrollen zunehmend traditionalisiert. Männer besetzen die formalen Regierungsstrukturen. Frauen sind überdurchschnittlich häufig im neu entstandenen NGO-Sektor tätig.
Andrea Strasser-Camagni richtete mit diesem besonderen Fokus auf Frauenrechte die sozialanthropologische Perspektive ihres Projektes auf die Human Rights Teaching und Training Programme internationaler Organisationen. Die Wissenschafterin war zwei Jahre bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Jerewan (Armenien) tätig. Ihre Forschungen konzentrierten sich auf die so genannte Anthropology of Organizations sowie auf lokale Fallstudien der Menschenrechtskonzeptionen im Alltag. Das heißt, Andrea Strasser-Camagni untersuchte, wie Wissen von der globalen zur lokalen Ebene transferiert wird, bis dieses Wissen in Menschenrechtsprogrammen schließlich angewandt wird und welche Aus-wirkungen dieser Transfer hat. Sie analysierte, welche Wahrnehmungen von Menschenrechten und von deren Verletzungen vor Ort in Armenien vorherrschen. So zeigt sie, wie globale Diskurse zur Ausarbeitung von lokalen Strategien verändert und genutzt werden. Auch die traditionellen Machtpositionen von Frauen können dafür zur Ressource (im Sinn von Empowerment) werden.
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Strasser, Andrea (2005): Globale Netzwerke
- Lokale Perspektiven. Frauenrechte in Armenien. In:
Riegler, Johanna (Hg.): Kulturelle Dynamik der Globalisierung.
Ost- und Westeuropäische Transformationsprozesse aus
sozialanthropologischer Perspektive. Wien: Akademie-Verlag.
S. 153-174
-> Siehe Publikationen
Strasser, Andrea (2006): Menschenrechte von Frauen im postsozialistischen Armenien. Umsetzung, Transformation und Widerstand. Dissertation, Universität Wien.
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Wittgenstein-Preis 2000
Kommission für Sozialanthropologie
Schwindgasse 14/6
A-1040 Wien
Tel.: 0043/1/515 81 - 6677
Fax: 0043/1/503 68 73 - 6680
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Hinweis:
Der FSP wurde mit 31.03.2007 abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt wird diese Homepage nicht mehr aktualisiert.
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