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PROJEKTE
EUROPA
POSTSOZIALISMUSFORSCHUNG
(1)
Jelena Toic
| Global Rights and Local Contexts: Diskurse über Menschenrechte,
Demokratisierung und Globalisierung in der postsozialistischen
Transformation Serbien und Montenegros.
(2)
Andrea Strasser-Camagni
| Global Rights and Local Contexts: Menschenrechte von Frauen und ihre Transformationen im armenischen Alltag.
(3)
Johanna Riegler
| Transformation der Arbeit: Ein Ost-Westvergleich.
GLOBALISIERUNG, MIGRATION, NATIONALITÄTS-
UND IDENITÄTSFORSCHUNG IM EUROPÄISCHEN KONTEXT
(4)
Susanne
Binder | Interkulturelles Lernen aus der Sicht ethnologischer
Ethnizitäts- und Sozialisationsforschung.
WECHSELWIRKUNG TECHNOLOGIE-GESCHLECHT-GESELLSCHAFT
(5)
Eva-Maria
Knoll | Soziokulturelle Kontexte medizintechnologischer Entwicklungen.
METHODOLOGISCHER PERSPEKTIVENWECHSEL
(6)
Susanne
Binder und Gebhard Fartacek | Alpine Populärkultur im fremden
Blick: Der Musikanten-Stadl im Lichte der Wissenschaften.
EVA-MARIA KNOLL | SOZIOKULTURELLE KONTEXTE MEDIZINTECHNOLOGISCHER
ENTWICKLUNGEN
Die weltweite Verbreitung westlicher Medizin ist ein wesentliches Element gegenwärtiger Globalisierungsprozesse. Dieses Forschungsprojekt nutzte das Beispiel Fortpflanzungstourismus dazu, die komplexen Beziehungen von transnationalen Akteur/inn/en in der Reproduktionsmedizin aufzuzeigen.
Die Vernetzung von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft mit Forschung und Entwicklung, wie auch mit der alltäglichen Praxis der künstlichen Befruchtung, wird zusehends intensiver. Diese Entwicklung wirft einige bedeutende und sensible gesellschaftspolitische Problematiken auf, wie z.B. die Frage um Menschenwürde und Selektion. Legislative Anwendungsbeschränkungen einzelner Nationalstaaten, Personen-, Verwandtschafts- und Körperkonzeptionen, das Geschlechterverhältnis sowie Auffassungen und Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit werden in dieser Diskussion ebenfalls berührt. Aufgrund der global angebotenen Reproduktionstechnologien und der unterschied-lichen Judikatur in einzelnen Nationalstaaten gibt es einen neuen Raum, in dem sich Menschen rund um die Reproduktionsmedizin zu bewegen beginnen. Behandlungen werden dann eben in jenen Ländern durchgeführt, die liberale gesetzliche Rahmenbedingungen für ein breiteres Behandlungsspektrum erlauben.
Eva-Maria Knoll zeigte am Beispiel des Fortpflanzungstourismus die Koproduktion von Technik und Gesellschaft sowie Motivationen und Aktivitäten von transnationalen Akteur/inn/en im „Geschäft mit der Hoffnung“ auf. Die künstliche Befruchtung wird als transnationales Bewegungsmoment von Körper, Technologie und Gesellschaft deutlich sichtbar.Ausgezeichnet mit dem Theodor Körner-Förderungspreis 2006.
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Knoll, Eva-Maria (2005): Transnationale
AkteurInnen im Geschäft mit der Hoffnung. Österreichische
Momente globaler Verflechtungen der In-Vitro-Fertilisation.
In: Riegler, Johanna (Hg.): Kulturelle Dynamik der Globalisierung.
Ost- und Westeuropäische Transformationsprozesse aus sozialanthropologischer
Perspektive. Wien: Akademie-Verlag. S. 203-232
-> Siehe Publikationen
Knoll, Eva-Maria (2006): Rituale der künstlichen Befruchtung: Dimensionen eines Erfolgsdiskurses und dessen Schattenseiten. In: Sauer, Birgit & Knoll, Eva-Maria (Hg.): Ritualisierungen von Geschlecht. Wien: WUV. S. 69-86
-> Siehe Publikationen
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Wittgenstein-Preis 2000
Kommission für Sozialanthropologie
Schwindgasse 14/6
A-1040 Wien
Tel.: 0043/1/515 81 - 6677
Fax: 0043/1/503 68 73 - 6680
wittgenstein2000@oeaw.ac.at
Hinweis:
Der FSP wurde mit 31.03.2007 abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt wird diese Homepage nicht mehr aktualisiert.
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