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PROJEKTE
EUROPA
POSTSOZIALISMUSFORSCHUNG
(1)
Jelena Toic
| Global Rights and Local Contexts: Diskurse über Menschenrechte,
Demokratisierung und Globalisierung in der postsozialistischen
Transformation Serbien und Montenegros.
(2)
Andrea Strasser-Camagni
| Global Rights and Local Contexts: Menschenrechte von Frauen und ihre Transformationen im armenischen Alltag.
(3)
Johanna Riegler
| Transformation der Arbeit: Ein Ost-Westvergleich.
GLOBALISIERUNG, MIGRATION, NATIONALITÄTS-
UND IDENITÄTSFORSCHUNG IM EUROPÄISCHEN KONTEXT
(4)
Susanne
Binder | Interkulturelles Lernen aus der Sicht ethnologischer
Ethnizitäts- und Sozialisationsforschung.
WECHSELWIRKUNG TECHNOLOGIE-GESCHLECHT-GESELLSCHAFT
(5)
Eva-Maria
Knoll | Soziokulturelle Kontexte medizintechnologischer Entwicklungen.
METHODOLOGISCHER PERSPEKTIVENWECHSEL
(6)
Susanne
Binder und Gebhard Fartacek | Alpine Populärkultur im fremden
Blick: Der Musikanten-Stadl im Lichte der Wissenschaften.
SUSANNE BINDER und GEBHARD FARTACEK | ALPINE POPULÄRKULTUR
IM FREMDEN BLICK
Der Musikanten-Stadl im Lichte der Wissenschaften.
Frei nach dem Motto „sie beforschen uns“ wurden eine türkische Soziologin (Zeynep Baraz) und eine rumänische Kunstphilosophin (Madalina Diaconu) dazu eingeladen, die Beliebtheit und den Erfolg des Musikantenstadls in Österreich aus einer vergleichenden kulturwissenschaftlichen Perspektive zu erforschen. Die Grundidee des „fremden Blicks“ entstand im Rahmen des Wittgensteinforschungsschwerpunkts „Lokale Identitäten und überlokale Einflüsse“ an der Kommission für Sozialanthropologie, die inhaltliche und administrative Koordination oblag Susanne Binder und Gebhard Fartacek. Mit im Projektteam war der Wiener Wirtschaftswissenschafter Wolfgang J. Fellner, der sich mit den medienwirtschaftlichen Dimensionen der volkstümlichen Musik und dem Massenmedium Fernsehen befasste. |
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Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die sozialen und wirtschaftlichen Ungewissheiten der Moderne den Musikantenstadl letztlich so erfolgreich machen. Bestimmte gesellschaftliche Wertvorstellungen, die in der gegenwärtigen Alltagswelt als gefährdet gelten, werden laut den Ergebnissen des Forschungsprojekts im Musikantenstadl hochgehalten: Treue, Sicherheit und Stabilität, Hilfsbereitschaft, Gemütlichkeit und Geborgenheit, Familie und harmonisches Privatleben bei einer klassischen Rollenverteilung von Mann und Frau, Heimatverbundenheit, Gehorsamkeit und nicht zuletzt Pflichterfüllung.
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Diese gesellschaftlichen Normen und Werte gelten genau in jenen Bevölkerungsgruppen als besonders wichtig, die Zielgruppe des Musikantenstadls sind. So gesehen finden die Fans in ihrer „Stadl-Familie“ (Zitat Karl Moik) genau das, was ihnen wichtig ist und aufgrund gegenwärtiger Globalisierungseinflüsse als gefährdet angesehen wird. Die Motivation sich den Stadl anzusehen oder an den Life-Veranstaltungen teilzunehmen ist jedoch nicht ausschließlich mit einem „Zurückziehen in die heile Welt“ erklärbar. Sozialanthropologisch betrachtet ist der Musikantenstadl auch eine Form des Umgangs mit Problemen. Sich von Zeit zu Zeit die „Aus-Zeit“ zu gönnen und den ritualisierten Ablauf des Musikantenstadls zu genießen, kann als Strategie der Problemlösung und Stressbewältigung in der modernen Welt interpretiert werden: „Schunkeln macht vieles leichter verdaubar!“ |
Fartacek, Gebhard und Susanne
Binder (Hg.) (2006): Alpine Populärkultur im fremden
Blick: Sozialanthropologische Untersuchungen zum "Musikantenstadl".
Wien: LIT-Verlag.
-> Siehe Publikationen
Fartacek, Gebhard (Hg.) (2005):
... so scheen wars! Skizze einer Anatomie
des Musikanten-Stadls aus sozialanthropologischer und ökonomischer
Perspektive. Online Working Paper
der Kommission für Sozialanthropologie der ÖAW.
Band 13.
-> Link (PDF)
-> Pressestimmen
-> Folder über dieses Projekt (PDF)
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Wittgenstein-Preis 2000
Kommission für Sozialanthropologie
Schwindgasse 14/6
A-1040 Wien
Tel.: 0043/1/515 81 - 6677
Fax: 0043/1/503 68 73 - 6680
wittgenstein2000@oeaw.ac.at
Hinweis:
Der FSP wurde mit 31.03.2007 abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt wird diese Homepage nicht mehr aktualisiert.
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