PROJEKTE
ZENTRALASIEN


DORFIDENTITÄT UND STAATSIDENTITÄT IM BUDDHISTISCHEN ZENTRALASIEN

(1) Elke Studer | Wettreiten für die Götter. Byang thang ´char can rta rgyug.
(2) Hilde Schäffler | Ethnologisches Wissen, Objekte und koloniale Macht.
(3) Guntram Hazod | Historische Karten zu Zentraltibet.
(4) Walter Probstler | Kulturgeschichte der Burjaten im Nordosten der Mongolei.
(5) Stephan Kloos | Tibetan Medicine among the Buddhist Dards of Ladakh.


 
GUNTRAM HAZOD | HISTORISCHE KARTEN ZU ZENTRALTIBET
 
Kartographische Dokumentationen sind ein wichtiger Bestandteil der historischen und sozialanthropologischen Forschung. Hoch auflösende Satellitenaufnahmen, wie sie heute allgemein zugänglich sind, sind bei diesem Projekt von Guntram Hazod das Ausgangsmaterial. Bearbeitet mit entsprechenden Computerprogrammen ermög-lichen diese Karten neue Einblicke in das Untersuchungsfeld Zentraltibet und veranschaulichen in besonderer Weise die Verbindung von Topographie und Geschichte. Guntram Hazod erstellte eine Anzahl detaillierter Satellitenkarten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig. Sie waren Teil eines Forschungsschwerpunktes zur Geschichte und Politik des frühen und mittelalterlichen Zentraltibets in den Jahren 2002 bis 2006.
 

Das Lhasa Tal und die Toponyme der "Lhasa Mandala Zone" (Beispiel einer Satellitenkarte aus dem kommenden Buch "Rulers on the Celestial Plain" [Per K. Sørensen und G. Hazod]. Photo: Corona Satellite 1970)
 
Diese Karten dokumentieren die Ergebnisse einer historisch-geographischen Forschungsarbeit, bei der die Identifizierung und Lokalisierung von historischen Orts und Flurnamen (Toponymen) im Mittelpunkt stand. Die Identifizierung dieser Namen war vielfach nur durch Erhebungen vor Ort möglich, bei denen Daten aus den schriftlichen Quellen überprüft, erweitert und ergänzt werden konnten. Zusätzlich zu den eigenen, im Feld erhobenen GPS-Daten waren neuere, von chinesischen Instituten herausgegebene Ortsnamen-Kataloge, die mit Koordinatenangaben versehen sind, eine wichtige Stütze für diese Arbeit.
 
Die kartographischen Dokumentationen fanden Eingang in ein Buch zur Hegemoniegeschichte des mittelalterlichen Tibet, das 2006 fertig gestellt wurde und im Rahmen der Veröffentlichungen der Forschungsstelle Sozialanthropologie der ÖAW erscheinen wird (Per K. Sørensen and Guntram Hazod. In Cooperation with Tsering Gyalbo. Rulers on the Celestial Plain. Ecclesiastic and Secular Hegemony in Medieval Tibet. A Study of Tshal Gung-thang. Das Buch enthält auch zwei Reproduktionen tibetischer Manuskripte aus dem Mittelalter.
 

Die Ruinen des Klosterkomplexes von Sang-phu Ne'u-thog (gegr. 1073) in sKyid-shod, Zentraltibet. Photo: Google Earth 2006

 
 
 
Hazod, Guntram und Per K. Sørensen (2007, in Druck): Rulers on the Celestial Plain. Ecclesiastic and Secular Hegemony in Medieval Tibet. A Study of Tshal Gung-thang. ix + ca.970 pp., einschließlich ca. 300 Abbildungen (Karten, Fotografien, Graphiken).
 
 
     
 
 

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